Im Zuge der Sanierung eines denkmalgeschützten Bauernhauses bei Hamburg wurde die bestehende Fassadensituation neu interpretiert. Schmale, hochformatige Fensteröffnungen prägten das Erscheinungsbild, ließen jedoch nur wenig Licht in den Eingangsbereich. Gewünscht war eine Lösung, die den Charakter des Bestands erhält und gleichzeitig die Lichtwirkung im Raum verbessert.
Der Entwurfsansatz entwickelte sich in enger Abstimmung mit dem Architektenteam. Ziel war es, die schmalen Öffnungen räumlich aufzuwerten und die Tiefe der Laibungen nicht als Defizit, sondern als gestalterisches Potenzial zu nutzen.
Aus diesen Gegebenheiten entwickelte sich eine orts- und projektspezifische Installation, die die Tiefe der Laibungen gezielt aufnimmt und in ein raumbildendes Element überführt.
Der Prismenkörper kombiniert prismatische Glasstäbe mit farbgebendem Echtantikglas. Durch Überlagerung, Brechung und Reflexion entsteht ein vielschichtiges Lichtbild, das sich im Tagesverlauf verändert und den Raum atmosphärisch prägt.
Aus der Architektur heraus entwickelt sich im Innenraum ein präzise gesetztes Lichtobjekt.
Durch die rückseitige Beleuchtung in den Abendstunden entfaltet die Installation eine eigenständige Lichtwirkung und führt ihre Präsenz in die Nacht fort. Auch bei trübem Wetter erzeugt die Prismenverglasung eine Helligkeit, die an direktes Sonnenlicht erinnert. Im Wohnraum wird die Arbeit zu einem zentralen atmosphärischen Element.


